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Marc Newson

February 13–March 15, 2020
Tarmak 22, Gstaad Saanen Airport, Switzerland

Marc Newson, Cloisonné Blue Chair, 2017 Cloisonné enamel and copper, 26 ⅛ × 40 ¼ × 37 ¼ inches (66.5 × 102.1 × 94.6 cm)© Marc Newson

Marc Newson, Cloisonné Blue Chair, 2017

Cloisonné enamel and copper, 26 ⅛ × 40 ¼ × 37 ¼ inches (66.5 × 102.1 × 94.6 cm)
© Marc Newson

Marc Newson, Cloisonné Blue Chair, 2017 (detail) Cloisonné enamel and copper, 26 ⅛ × 40 ¼ × 37 ¼ inches (66.5 × 102.1 × 94.6 cm)© Marc Newson

Marc Newson, Cloisonné Blue Chair, 2017 (detail)

Cloisonné enamel and copper, 26 ⅛ × 40 ¼ × 37 ¼ inches (66.5 × 102.1 × 94.6 cm)
© Marc Newson

About

Often the context of materials strikes me more than the materials themselves. Context is new, not materials.
—Marc Newson

Gagosian is pleased to present a special installation of limited-edition furniture by Marc Newson at Tarmak 22 at the Gstaad Saanen private airport. The pieces are displayed within the context of a selection of works by artists who feature in the gallery’s programming.

Few practitioners have occupied the common ground of design and art with such conviction as Newson, for whom the discipline of industrial design presents an inexhaustible opportunity to explore new ways of thinking about form and function, materials and production. Over the past thirty-plus years, he has applied his original vision and technical mastery to innovative items of furniture, from the iconic Lockheed Lounge (1986), which he built by hand from aluminum sections to emulate the world-renowned aircraft, to Extruded Tables and Voronoi Shelf (both 2007), each carved in one piece from a block of marble. The current presentation includes works from several recent series—the Chinese cloisonné, as well as the cast glass and Murrina works produced in the former Czech Republic—all entirely new formal experiments.

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Ich finde den Kontext der Materialien oft interessanter als die Materialien selbst. Der Kontext ist neu, die Materialien nicht.
—Marc Newson

Gagosian freut sich, im Ausstellungsraum Tarmak 22, am Privatflughafen Gstaad Saanen eine exklusive Installation einer limitierten Auflage an Möbelstücken von Marc Newson zu präsentieren.

Wenige Gestalter beherrschen den Grenzbereich zwischen Design und Kunst so souverän wie Marc Newson. Für ihn bietet die Strenge des industriellen Designs unzählige Möglichkeiten, Form und Funktion, Material und Fertigung immer wieder neu zu erforschen. Seit mehr als 30 Jahren hat er mit gestalterischem Einfallsreichtum und technischer Virtuosität das Konzept Möbelstück revolutioniert – von der legendären, aus Aluminiumteilen handgefertigten Lockheed Lounge (1986), die dem weltberühmten Flugzeug nachempfunden ist, bis hin zu den Extruded Tables und dem Voronoi Shelf, beide aus dem Jahr 2007 und beide aus einem einzigen Block Marmor gehauen. Die neue Ausstellung umfasst mehrere seiner neuesten Designserien – darunter die chinesischen Cloisonnéarbeiten sowie die in Tschechien gefertigten Guss- und Fadenglasarbeiten, wobei jedes Werk inbegriff eines völlig neuen formalen Experiments ist.

Die in Peking handgefertigten Arbeiten der Serie cloisonné nutzen in nie dagewesenem Umfang eine komplizierte Emailliertechnik, die in der Regel für kleine Plastiken und Vasen eingesetzt wird. Hier dagegen überzieht sie ganzflächig kupferne Stühle, Loungesessel und Schreibtische mit unterschiedlichsten Mustern, darunter das traditionelle chinesische Pfingstrosenmotiv oder das charakteristische amöbenhafte Orgondesign. Newsons Verwendung dieser Technik deutet auf seine Ausbildung als Silberschmied und Uhrmacher hin, ebenso wie seine breit gestreuten ästhetischen Interessen und seine Vorliebe für Farbnuancen.

Die Gussglasstühle von Newson bestehen aus gepaarten hohlen Viertelkugeln. Jede der farbenprächtigen oberen Hälften ruht auf einem durchscheinenden Sockel, der das Farbspiel reflektiert und bricht. Diese bewusst schlichten, kompakt elementaren Objekte verweisen auf eine tiefgründigere Entwicklung – die des stetigen Verschwindens handwerklicher Fertigkeiten. In konsequenter Übereinstimmung mit Newtons authentischer und unverwechselbarer Ästhetik sind biomorphe Darstellungen von Augen oder Meeresgeschöpfen Teil seiner Arbeiten. Das Paradoxe an diesen täuschend einfachen Objekten ist die Tatsache, dass ihre Herstellung extrem zeitaufwendig ist: Die Werke verbleiben bis zu sechs Monaten im Brennofen.

Drei Arbeiten aus der Fadenglasserie Murrina tragen einen allgemeinen Ansatz an drei verschiedene Formen heran: eine Konsole, einen Schreibtisch und einen niedrigen Tisch. Hergestellt wurden sie in einer venezianischen handwerklichen Technik, die normalerweise kleinformatigen Objekten vorbehalten bleibt. Hierbei werden Glasstäbe erhitzt und miteinander verschmolzen. Wenn man sie anschliessend aufschneidet, kommen dicht gemusterte Querschnitte zum Vorschein. Newsons schlanke Möbelstücke verbinden glatte Oberflächen mit leuchtend lebhaften Innenfarben und verweisen auf zelluläre und andere biologische Strukturen. Mit dieser Serie – und in der Tat mit der gesamten Installation – beweist Newson einmal mehr seine exploratorische Kühnheit. Er haucht Materialien und Methoden aus vergangenen Zeiten und Orten neues Leben ein und integriert sie mit einmalig markanter Wirkung in einen zeitgenössischen Kontext.

Marc Newson wurde 1963 in Sydney, Australien, geboren und lebt und arbeitet in Paris. Er ist in folgenden Sammlungen vertreten: Museum of Modern Art, New York; San Francisco Museum of Modern Art; Design Museum, London; Centre Pompidou, Paris; Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main, Deutschland; Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, Niederlande; National Gallery of Victoria, Melbourne. Einzelausstellungen umfassen unter anderem Bucky: De la chimie au design, Fondation Cartier pour l’art contemporain, Paris (1995); Design Works, Powerhouse Museum, Sydney (2001); Design Museum, London (2004); Kelvin 40, Fondation Cartier pour l’art contemporain, Paris (2004); Groninger Museum, Groningen, Niederlande (2004); und At Home, Philadelphia Museum of Art (2013). Newson ist Vorsitzender des International Design Council am Design Museum, London. 2012 wurde er zum Commander of the Most Excellent Order of the British Empire ernannt.

#MarcNewson

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3792 Gstaad, Switzerland

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